Wieder mal: Umstieg WHS 2011 -> WSE2016 o.ä.

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Von-Linux-Kommer
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Wieder mal: Umstieg WHS 2011 -> WSE2016 o.ä.

Beitrag von Von-Linux-Kommer » 18. Feb 2019, 17:23

Hallo,

ich mache mir gerade Gedanken, wie und ob ich von meinem alten WHS2011 auf Windows Server Essentials 2016 umsteige ... oder etwas Alternatives in Betracht ziehe.

Punkt 1: Der Preis
Eine entsprechende Lizenz kann man bereits ab 39 Euro bekommen. Da habe ich natürlich Bedenken das Geld ans Bein zu binden ... ob das nun sofort oder nach einer bestimmten Zeitspanne passiert, weil MS die Lizenz später vielleicht noch noch als illegal einstuft. Weiter habe ich noch meinen alten Server (C't-Bauvorschlag von gefühlt ewig her) am Laufen. Wie lange der noch hält, kann man nicht sagen. Also müsste eine 'echte' Lizenz her, die auch auf der Nachfolge-Hardware aktivierbar ist. Auch hier scheint es große Preisunterschiede zu geben: Von 179 bis 350 Euro habe ich Angebote gesehen ... wobei ich auch da nicht sagen kann, ob das nicht auch nur einfach teuere 'illegale' Versionen sind.
Also: Wo kann man sicher gehen, dass ich eine richtige Version bekomme, die ich auch bei Ersatz meines alten Servers weiter verwenden kann?

Punkt 2: Die Ausstattung
Als Alternative zum WSE2016 wird ja auch immer wieder eine Windows-10-Installation angesprochen. Preislich auf dem ersten Blick unschlagbar ... aber: eine echte und bezahlbare Möglichkeit von Cliensicherungen gibt es da nicht, oder? Wenn ich mit Backup-Programmen arbeite, muss ich sicher für jeden Client eine Lizenz besorgen und installieren, da Programme, die auf dem Server laufen, umbezahlbar sind, oder ?? Die Alternative es Linux-Servers fällt bei mir raus ... den hatte ich vor dem WHS2011.

Punkt 3: Literatur
Ich habe schon verzwifelt nach Büchern für den WSE2016 gesucht ... aber da scheint ja so gut wie nichts zur Verfügung zu stehen ... wie kommt Ihr damit klar, welche Quellen kann man verwenden oder habe ich nur nicht gut genug gesucht?

Ich hoffe, ichr könnt mich aus dem Halbdunkel ins Licht ziehen, damit ich bald eine Entscheidung treffen kann.

Gruß
Ulf
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larry
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Re: Wieder mal: Umstieg WHS 2011 -> WSE2016 o.ä.

Beitrag von larry » 18. Feb 2019, 20:15

Hallo Ulf,

welche Funktionen des Server sind dir denn wichtig?

Da der WSE 2016 wohl der letzte seine Art (inkl. Clientbackup etc.) sein wird, ist dies meines Erachtens keine langfristige Lösung.
Ich teste gerade den Umstieg von WSE 2016 auf Windows 10 als Server.

Zur Clientsicherung nehme ich hier Urbackup (Freeware). Dies wird auch in der nächsten LightsOut Version unterstützt.
Für die Sicherungen brauche ich jetzt natürlich etwas mehr Platz. Da ich aber auf den Clients keine Daten mehr habe, bleibt es trotzdem überschaubar. Im Schnitt ergibt es bei mir ca. 20 GB je Rechner und Systemplatte.
Insgesamt bin ich damit bisher ganz zufrieden.

Meine aktuelle Lizenz von WSE 2016 war auch eine sehr vergünstigte Version :-)
Hat bisher problemlos funktioniert. Nur ein Hardwarewechsel ist nicht möglich. Daher teste ich jetzt erst mal mit Windows 10.

Gruß
Larry

holzfred
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Re: Wieder mal: Umstieg WHS 2011 -> WSE2016 o.ä.

Beitrag von holzfred » 19. Feb 2019, 12:35

Moin,

ich habe auch auf den 2016 Ess. gewechselt und alles läuft auch ohne Lektüre fast selbsterklärend. Sicherungen der Clienten läuft. Meine erste "günstige" Version wurde nach dem Einbau einer zusätzlichen neuen Platte gesperrt. Meine neue Version hat 300 gekostet und die hab ich vor dem Wechsel erst von MS prüfen lassen, ob sie auch gültig ist.

Ich plane aber auch einen W10Pro Rechner als Server zu betreiben. OK, kein DC mehr, aber damit kann ich zu Hause sehr gut leben.

Gruß Uwe
SERVER: Inter Tech 4U 4450-TFT - MSI Z170A-Pro - INTEL i5-6600 - 32GB - SAMSUNG M.2 Evo 970 500 - 4 x 10TB WD100-EFAX - Server 2016 Ess. - 2 x DD Duoflex DVB-C2 + CI Octopus - TV-Mosaic- DELTACAM Ver 2 - Ubiquiti Unifi Switch PoE US 24 - 4 x Ubiquiti Unifi AP AC Pro
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Sonstiges: Samsung GQ65Q6FNGT - Teufel LT 5.1 Atmos - Harmony SmartControl+Touch - MS Sourface Pro Book
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Von-Linux-Kommer
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Re: Wieder mal: Umstieg WHS 2011 -> WSE2016 o.ä.

Beitrag von Von-Linux-Kommer » 19. Feb 2019, 17:36

Hallo Larry,

der einzige Grund, warum ich den WSE2016 in Betracht ziehe, ist die genau die Clientsicherungs-Funktionalität. Mir ist dabei durchaus bewusst, dass der WSE2016 der letzte für mich sinnvolle Server sein wird. Aber ich rechne damit, dass mit dem Auslaufen der Wartung auch der Rechnerpark im Haus durch altersbedingte Auszüge soweit geschrumpft ist, dass sich ein neuer Server sowieso nicht mehr lohnen würde.

Bei der Suche nach alternativen Backup-Lösungen habe ich wohl doch zu wenig Aufwand investiert, denn Urbackup habe ich noch nie gehört/gelesen. Klingt auf den ersten Blick nach einer akzeptablen Alternative in Verbindung mit einem WIN10-Server. Mit der nächsten LightsOut-Version meinst Du noch LightsOut 2 ?

Auf jeden Fall ist das nochmal ein neuer Denkanstoß ... vielen Dank.

Gruß
Ulf
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Indy-Fan
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Re: Wieder mal: Umstieg WHS 2011 -> WSE2016 o.ä.

Beitrag von Indy-Fan » 21. Feb 2019, 17:38

Ich stand auch vor dieser Überlegung und habe mich trotz der höheren Kosten für den WSE2016 entschieden, weil das System ja zumindest noch einige Jährchen mit Updates versorgt wird. Ich habe bei Lizengo.de für 240 Euro gekauft; der Laden machte auf mich einen seriösen Eindruck.

Die Umstellung vom WHS ist nicht so supereinfach, aber mit ein wenig Recherche im Internet geht es schon. Wenn Du ein passendes Buch finden solltest, sag Bescheid - ich glaube, dass der kleine Heimadministrator einfach nicht die Zielgruppe von dem System ist...

Wenn ich es mir recht überlege: Der WHS V1 war schon ein schönes System... Wenn das Ding noch mit Updates versorgt würde, wäre es immer noch im Einsatz. Eine Schande...

Hooray
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Re: Wieder mal: Umstieg WHS 2011 -> WSE2016 o.ä.

Beitrag von Hooray » 14. Apr 2019, 13:20

Hi Leute, ich häng mich hier mal dran - hab das gleiche Problem mit WHS 2011... (Support-Ende...).

Frage: UrBackup - das liest sich ja ganz interessant. Wenn ich das richtig verstehe, dann geht UrBackup auch auf anderen Server-Betriebssystemen (...Linux...). Stimmt das? Dann würde ich mir doch noch mal überlegen, ob ich mir einen Linux-Server aufbaue.

Sondt würde ich als Alternative dann doch eine (recht günstige: 10 €) Lizenz für WSE 2016 ausprobieren - auch wenn es risikobehaftet ist.

Gibt es denn noch weitere Leute, die da ein wenig weiter gekommen sind bei der Recherche nach Alternativen zum WHS2011?

Gruß,
Hartmut

JoachimL
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Re: Wieder mal: Umstieg WHS 2011 -> WSE2016 o.ä.

Beitrag von JoachimL » 14. Apr 2019, 17:06

Hooray hat geschrieben:
14. Apr 2019, 13:20
Dann würde ich mir doch noch mal überlegen, ob ich mir einen Linux-Server aufbaue.
Wenn Du Kommandozeile magst, dann lieber Windows Server Core... :lol: Spaß bei Seite, Verschlüsselung und Backup von Linux ist schwieriger als unter Windows.
Hooray hat geschrieben:
14. Apr 2019, 13:20
.. die da ein wenig weiter gekommen sind bei der Recherche nach Alternativen zum WHS2011?
Hängt immer davon ab, welche Funktionen Dir wichtig sind. Nur wegen Backup kannst Du ja mal meines ausprobieren, läuft auf jedem halbwegs aktuellen Windows.
Gruß Joachim
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Bei mir laufen drei Dell T20, teils mit Hyper-V-2016 (noch, 2019 in Planung), teils mit Windows 10 Pro. Einer läuft 7*24 und stellt u.a. Mailcow-Dockerized und einen Samba-Domain-Controller bereit. Klingt vielleicht seltsam, aber so ist das System mit Bitlocker verschlüsselt und kann vollständig und konsistent gesichert werden - beides sonst unter Linux schwierig bis unmöglich.
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Re: Wieder mal: Umstieg WHS 2011 -> WSE2016 o.ä.

Beitrag von Martin » 25. Apr 2019, 13:10

Und als weitere Variante käme inzwischen noch Synology in Betracht.

Die besser ausgestatteten Plus-Modelle bringen Verschlüsselung und eine kostenfreie Lizenz für "Active Backup für Business" mit. Und das ist quasi der 1:1 Clone vom alten WHS/WSE-Backup auf Linux (sowohl beim UI als auch den Features). Deduplizierung, Bar-Metal-Restore, Dateiwiederherstellung etc.
Und beides wird von Lights-Out 3 unterstützt (Synology und Active Backup for Business).

Gruß
Martin
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Re: Wieder mal: Umstieg WHS 2011 -> WSE2016 o.ä.

Beitrag von JoachimL » 25. Apr 2019, 18:57

HalloMartin,
Martin hat geschrieben:
25. Apr 2019, 13:10
Die besser ausgestatteten Plus-Modelle bringen Verschlüsselung und eine kostenfreie Lizenz für "Active Backup für Business" mit.
Nur dass beides nicht zusammen funktioniert, siehe https://www.synology-forum.de/showthrea ... rten-Daten.
Außerdem hat Vreschlüsselung von Synology generell keinen guten Ruf bei mir, weil sie die Keys schon an der falschen Stelle gespeichert haben und damit gewissermaßen eine Hintertür vorhanden war.
Gruß Joachim
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Re: Wieder mal: Umstieg WHS 2011 -> WSE2016 o.ä.

Beitrag von Hooray » 27. Apr 2019, 13:49

Martin hat geschrieben:
25. Apr 2019, 13:10
Und als weitere Variante käme inzwischen noch Synology in Betracht.

Die besser ausgestatteten Plus-Modelle bringen Verschlüsselung und eine kostenfreie Lizenz für "Active Backup für Business" mit. Und das ist quasi der 1:1 Clone vom alten WHS/WSE-Backup auf Linux (sowohl beim UI als auch den Features). Deduplizierung, Bar-Metal-Restore, Dateiwiederherstellung etc.
Und beides wird von Lights-Out 3 unterstützt (Synology und Active Backup for Business).

Gruß
Martin
...wäre die Frage, ob man das Linux, das auf den Synologies läuft, als Software bekommen könnte (um es auf einem eigenen Server zu installieren...) 8-) :|

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Re: Wieder mal: Umstieg WHS 2011 -> WSE2016 o.ä.

Beitrag von JoachimL » 29. Apr 2019, 07:05

Hooray hat geschrieben:
27. Apr 2019, 13:49
...wäre die Frage, ob man das Linux, das auf den Synologies läuft, als Software bekommen könnte (um es auf einem eigenen Server zu installieren...) 8-) :|
Frag doch Synology - da Linux GPL ist, müssten sie eigentlich alle Teile auf Anfrage offenlegen.
Gruß Joachim
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Re: Wieder mal: Umstieg WHS 2011 -> WSE2016 o.ä.

Beitrag von Martin » 30. Apr 2019, 18:55

Ja, das nennt sich https://xpenology.org/

Gruß
Martin
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